Gemeinde Heiden und EWH eröffnen Energiefenster

Energie im Aufwind – Aufwind in der Energie!

„Energiefenster“ beim Hotel Krone am Kirchplatz Heiden eröffnet

Am Kirchplatz in Heiden wurde am Dienstag dieser Woche das „Energiefenster“ der Kommission Umweltschutz Heiden und des Elektrizitätswerks Heiden (EWH) eröffnet. Es informiert darüber, wie Energie aus der eigenen Region sinnvoll genutzt werden kann. Die fünf Fenster zeigen eine Standortbestimmung der Energiepolitik der Gemeinde Heiden, Massnahmen zum Energie Sparen und den Weg, den die Gemeinde Heiden bis zum Status einer „Energiestadt“ gehen will.

Auf in Richtung Energiestadt

Fenster sind dazu da, den Blick in die Natur zu öffnen und sollen die Bewohner ermuntern, sich nach draussen zu begeben und sich auf den Weg zu machen. Geöffnete Fenster lassen frische Luft in unsere Wohnzimmer und erneuern abgestandene Luft mit frischem Sauerstoff. Am Dienstag dieser Woche wurde am Kirchplatz in Heiden im Beisein von über 30 geladenen Gästen aus Gewerbe und Politik das „Energiefenster“ eröffnet. Markus Hilber, Präsident der Kommission Umweltschutz Heiden, erklärte in seinen Einführungsworten, dass Heiden sich auf den Weg in Richtung Energiestadt aufmache. Nicht ein bestimmtes Vorhaben sei das Ziel, sondern der Weg selbst. Immer in Bewegung zu bleiben im Sinne der Natur und Umwelt, das müsse der wegweisende Antrieb unseres Tuns sein. Mit der kantonalen Förderung bei der Umsetzung von energetischen Gebäudesanierungen oder dem Solarpreis Heiden seien ganz konkret die Wegmarken gesetzt für die Anstrengungen, welche Heiden in die Energiestadt zu führen.

Energie aus der eigenen Region

Christoph Mettler, Betriebsleiter der EW Heiden AG doppelte nach und zeigte auf, dass die Marschrichtung schon viele Jahre in die Vergangenheit zurückreicht. In Heiden werde dies Heiden deutlich im Aufbau der Wärmeverbunde, die mit Wärme aus Produktionsprozessen der Sefar, mit Holzschnitzeln oder Luftwärmepumpen betrieben werden. Dass das EW nicht mehr nur Strom, sondern Energie in vielfältigsten Formen verkauft, sei längst und weit herum bekannt. Die unterschiedlichsten Projekte des Unternehmens, sei dies in Form von Solaranlagen zur Warmwasser- oder Stromversorgung im eigenen Haus, aber auch die im Neubau schon zum Standard gewordenen Erdwärmepumpen sowie das Angebot an Strom sparenden Geräten zeigen die Richtung des eingeschlagenen Weges. Sinnvoll genutzte Energie aus der eigenen Region sei das Credo der heutigen Zeit!

Wegweiser im Umgang mit Energie

Wer auf der Ostseite des Kirchplatzes in Heiden am Hotel Krone vorbei geht, wird fünf Fenstern begegnen, die als eine Art Wegweiser im Umgang mit Energie verstanden werden können. Das erste Fenster ist eine Standortbestimmung der Energiepolitik der Gemeinde Heiden. Der nächste Schritt führt zu Massnahmen der Gebäudesanierung, welche die Basis einer enormen Energieeinsparung bilden und die Abhängigkeiten zu fossilen Brennstoffen (Öl, Erdgas) am schnellsten reduzieren. Hier wird gezeigt, welchen Massnahmen geeignet sind, das eigene Gebäude für die energetische Zukunft fit zu machen. In der Haustechnik lernen interessierte Personen, dass Sonnenkollektoren und Fotovoltaikanlagen die Bewohner zuverlässig mit Energie versorgen. Im Haushalt sollen heute keine Maschinen mehr stehen, die im Stand-by-Betrieb permanent wertvollen Strom verheizen, sondern intelligent die Energiezufuhr nur dann öffnen, wenn diese auch gebraucht wird. Ausgestellt sind einige sehr interessante Beispiele mit Verbrauchsgrafiken.

Fördertöpfe zum Anzapfen

Natürlich muss jede Investition zuerst mit dem eigenen Budget abgeglichen werden. Wer sich auf den Weg zu energetischen Optimierungen begibt, erhält bei seinen Anstrengungen Unterstützung von Kanton und Gemeinde. Welche Fördertöpfe hierbei angezapft werden können, zeigt das letzte Energiefenster.